Regel 39 · TDA 2024
Regelwidrige Flops und vorzeitig ausgeteilte Karten
Dealing Regeln
TDA text 2024
A: 4-Karten-Flops. Sollte der Flop aus vier statt drei Karten bestehen, aufgedeckt oder nicht und unabhängig davon, ob die mutmaßlich erste Karte bekannt ist, wird der Floor gerufen. Der Dealer mischt die vier Karten verdeckt und der Floor sucht eine der Karten, die als nächste Burn-Karte verwendet wird, zufällig aus. B: Wurde bei einem Flop mit drei Karten keine Burn-Karte gelegt, aufgedeckt oder nicht und unabhängig davon, ob die mutmaßlich erste Karte bekannt ist, und noch keine Aktion stattgefunden hat, werden die drei Karten verdeckt gemischt und eine wird als Burn-Karte ausgesucht. Der Flop besteht anschließend aus den restlichen zwei Karten plus die nächste Karte des Decks. Sollte eine beliebige Aktion (selbst ein Check) stattgefunden haben, wird das Spiel mit den anfänglichen drei Karten fortgesetzt. Für den Turn wird danach nur eine Burn-Karte verwendet. C: Für vorzeitig aufgedeckte Karten siehe empfohlene Verfahren RP-5. D: Erneutes Mischen während einer Hand. Um die Integrität des Spiels zu schützen, müssen die Karten jedes Mal, wenn das Deck während einer laufenden Hand neu gemischt wird, „Face-Down“ und nicht aufgedeckt gemischt werden. Beispiele zu vorzeitigen Karten (Regel 39 und RP-5), Kartendeck durcheinander (RP-4), extra Karten bei Draw oder Stud (RP-10-H), usw.
Empfohlene Verfahren
RP-4
Kartenstapel durcheinander
Sind in einer laufenden Hand noch Karten zu verteilen und der Kartenstapel wird fallen gelassen oder es scheint, als wäre der Stapel durcheinander: 1) Wenn möglich, sollte man zuerst versuchen den Originalstapel wiederherzustellen; 2) Ist es nicht möglich, muss versucht werden, einen neuen Stapel zu erstellen. Dieser Stapel besteht nur aus Karten des vorherigen Staples (keine Muck- oder Burn- Karten). Er sollte neu gemischt und abgehoben werden. Das Spiel wird anschließend mit dem neuen Kartenstapel fortgeführt; 3) Fällt der Stapel runter und ist mit den Muck- und/oder Burn-Karten vermischt, wird der Kartenstapel mit den Muck- und/oder Burn-Karten neu gemischt und abgehoben. Das Spiel wird anschließend mit dem neuen Stapel fortgeführt.
RP-5
Vorzeitig ausgeteilte Karten
Board- und Burn-Karten werden manchmal vorzeitig ausgeteilt, bevor die Aktionen der vorangegangenen Runde abgeschlossen ist. Die allgemeinen Verfahren für diese Situation sind: A: Vorzeitiger Flop: Lassen sie die Flop-Burn-Karte als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitigen Flop-Karten zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den Flop (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus. B: Eine vorzeitige Turn-Karte: Lassen sie die Burn-Karte des Turns als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitig aufgedeckte Turn-Karte zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den Turn (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus. C: Eine vorzeitige River-Karte: Lassen sie die River-Burn-Karte als Burn-Karte liegen. Legen sie die vorzeitig aufgedeckte River-Karte zurück auf das Kartendeck und mischen sie den Stapel neu. Geben sie den River (ohne weitere Burn-Karte) aus dem neuen Stapel erneut aus. D: Vorzeitige Karte bei Stud: Die vorzeitige Karte wird in den Stapel zurückgelegt und der Stapel wird neu gemischt (siehe RP-17, neu mischen). Eine neue „Street“ wird aus dem neu gemischten Stapel ohne weitere Burn-Karte ausgeteilt.
RP-10
Verfahren für das Austeilen von Stud-Turnieren
A: Eine verdeckte Karte, die bei der ersten Ausgabe aufgedeckt wird, ist die offene Karte des Spielers und die 3rd Street wird an diesen Spieler verdeckt ausgeteilt. Der Spieler kann das Bring-In sein. B: Eine Karte, die vom Dealer in der 7th Street aufgedeckt wurde, wird ersetzt, wenn noch Bet- Einsätze in dieser Hand möglich sind. Die 7th Street sollte auch dann verdeckt ausgeteilt werden, selbst wenn keine Bet-Aktion in der Hand mehr möglich ist und der/die Spieler in All-In Situationen nicht in der Gefahr sind zuerst aufzudecken. C: Die Karten eines Spielers, der sich bei der Kartenausgabe nicht an seinem Platz befindet (siehe Regel 30), werden gepasst. Auf der 4th Street werden keine Karten an eine Hand ausgeteilt, die nicht mehr im Spiel ist. D: Werden zwei oder mehrere übereinstimmende High-Hands bei Stud (oder Stud-8) oder Low- Hands bei Razz gezeigt, beginnt das Setzen bei der Hand mit der High-Card nach Farbe. E: Wenn ein Spieler, der die niedrigste Karte nach Farbe erhalten hat, mit der Ante bereits All-In ist, beginnt das Setzen links von ihm. Spieler mit Chips müssen mindestens das Bring-In setzen oder passen. F: Die Einsätze werden auf der 4th Street nicht verdoppelt, wenn ein Paar gezeigt wird. G: Für vorzeitig ausgeteilte Karten beim Stud siehe RP-5-D. H: 7th Street Verfahren bei zu kleinem Kartenstapel. Wenn vor dem Austeilen der 7th Street die Anzahl der Karten im aktuellen Kartendeck weniger als die „erforderliche Anzahl“ (Anzahl der verbleibenden Spieler + Burn-Karten + letzte Karte, die nicht ausgeteilt wird) ist, gehen Sie wie folgt vor: A) Kann die erforderliche Anzahl durch Hinzufügen der 3 vorherigen Burn-Karten (für die 4th, 5th und 6th Street) erreicht werden, wird der aktuelle Kartenstapel mit den 3 vorherigen Burn-Karten gemischt, um einen neuen Stapel zu erstellen. Der neue Stapel wird abgehoben, eine Burn-Karte gelegt und eine Karte an jeden Spieler ausgeteilt. B) Enthält der aktuelle Kartenstapel mindestens 3 Karten, aber durch das Hinzufügen der vorherigen Burn-Karten nicht die benötigte Anzahl erreicht wird, legt der Dealer die oberste Karte des aktuellen Stapels als Burn-Karte und teilt die nächste Karte als Gemeinschaftskarte in die Mitte des Tisches. C) Hat der aktuelle Kartenstapel weniger als 3 Karten, wird er mit den 3 vorherigen Burn-Karten zu einem Stapel gemischt, abgehoben und eine Burn-Karte gelegt. Die nächste Karte wird als Gemeinschaftskarte gelegt. D) Ist eine Gemeinschaftskarte im Spiel, ist der Spieler der als erstes auf der 6th Street an der Reihe ist, auch auf der 7th Street als erstes an der Reihe.
Übersetzung: Torsten Stök
Quelle: PokerTDA.com ↗ · Bei Abweichungen ist die Originalquelle maßgeblich