Regel 51 · TDA 2024

Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe

Spiel: Bets und Raises

TDA text 2024

A: Allgemeine mündliche Ansagen in Reihe (wie „Call“ oder „Raise“), verpflichtet den Spieler zur vollen gegenwertigen Aktion (siehe Erläuterung). B: Ein Spieler tätigt durch Ansagen oder Setzen einen unvollständigen Call von weniger als dem Call- Betrag, ohne zuerst „Call“ zu sagen. Ein unvollständiger Call ist zwangsläufig ein voller Call, wenn er in Reihe gemacht wurde, gegenüber: 1) Jeder Bet im Heads-Up oder 2) Der Eröffnung-Bet in jeder Runde mit mehreren Spielern in der Hand. Andere Situationen liegen im Ermessen der Turnierleitung. Die Eröffnungs-Bet ist der erste Chip-Einsatz jeder Runde (kein Check); der gesetzte Big Blind ist in Blind-Spielen vor dem Flop die Eröffnungs-Bet der ersten Runde. All-In-Buttons verringern die Häufigkeit unvollständiger Calls (siehe RP-1). Diese Regel bestimmt, wann Spieler einen vollen Call machen müssen und wann sie nach Ermessen der Turnierleitung den Betrag des beabsichtigten unvollständigen Calls aufgeben und passen können (siehe Erläuterungen). Für zu niedrige Bets und Raises siehe Regel 52. C: Sollten zwei oder mehrere unvollständige Calls in Reihe passieren, geht das Spiel zum ersten Spieler mit unvollständigem Call zurück, der seine Bet nach Regel 51-B korrigieren muss. Die Turnierleitung wird entscheiden, wie die Hände der verbleibenden Spieler auf Grundlage der Umstände zu behandeln sind.

Illustration Addendum

Regel 51

Verbindliche Ansagen / unvollständige Calls in Reihe.

Beispiel 1: NLHE, Blinds 1.000-2.000. Auf dem Flop eröffnet Spieler A mit 2.000, Spieler B erhöht auf 8.000, Spieler C schiebt still 2.000 vor. C hat den Einsatz von B nicht gesetzt. Nach Regel 51-B: Da B nicht der erste Spieler ist (sondern A) und die Runde immer noch aus mehreren Spielern besteht, liegt es im Ermessen des Turnierdirektors, ob C den vollen Einsatz bezahlen muss oder ob es ihm erlaubt wird den unvollständigen Call von 2.000 aufzugeben und zu passen. Beispiel 2: NLHE, Blinds 1.000-2.000. Am Flop sind noch 4 Spieler übrig. Spieler A eröffnet 8.000, Spieler B setzt still 2.000. Nach Regel 51-B hat Spieler B den Einsatz unvollständig bezahlt und muss die 8.000 mitgehen. Beispiel 3: NLHE, Blinds 1.000-2.000. Auf dem Flop eröffnet Spieler A mit 2.000, Spieler B erhöht auf 8.000, Spieler C sagt „Call“. Nach Regel 51-A hat C eine allgemeine verbale Aussage („Call“) getätigt. C ist verpflichtet, B´s vollen Einsatz von 8.000 zu bezahlen. Beispiel 4: NLHE, Blinds 200-400. Der erste Spieler setzt 400, Spieler A erhöht auf 1.200 und Spieler B setzt still 500. Der Dealer teilt B mit, dass es 1.200 sind und B passt. Nach Ermessen der Turnierleitung verliert B 400 und erhält 100 zurück.

Empfohlene Verfahren

RP-1

All-In Buttons

All-In-Buttons zeigen deutlich an, dass ein Spieler „All-In“ ist. Der Dealer bewahrt die Buttons bei sich auf (nicht jeder Spieler). Sobald ein Spieler All-In ist, platziert der Dealer einen All-In-Button vor dem Spieler, so dass der Rest des Tisches ihn sehen kann.

Übersetzung: Torsten Stök

Quelle: PokerTDA.com ↗ · Bei Abweichungen ist die Originalquelle maßgeblich